Rollstühle sind für Menschen mit Geh- oder Bewegungseinschränkungen unverzichtbare Hilfsmittel. Für viele ist ein Rollstuhl nicht nur eine Mobilitätshilfe, sondern wird zum wichtigsten Fortbewegungsmittel. Er ermöglicht nicht nur grundlegende Fortbewegung, sondern befähigt die Nutzer auch, aktiver am Alltag teilzunehmen und sich in ihrer Gemeinschaft zu engagieren. Diese aktive Teilhabe kann ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Deshalb ist die Wahl des richtigen Rollstuhls – eines, der ihre individuellen Bedürfnisse und ihren Lebensstil optimal unterstützt – eine so wichtige Entscheidung.
Die Wahl des richtigen Rollstuhls ist wie die Suche nach dem perfekten Paar Schuhe – nur Sie selbst können wirklich wissen, ob er sich richtig anfühlt und Sie optimal stützt. Doch gerade für viele Erstnutzer kann die Auswahl eines Rollstuhls überwältigend sein, vergleichbar mit dem Gefühl, vor einem Supermarktregal voller Instantnudeln zu stehen. All die verwirrenden Spezifikationen und Fachbegriffe können einem schon mal den Kopf verdrehen! Keine Sorge – wir helfen Ihnen, das Ganze zu vereinfachen. Lassen Sie uns gemeinsam die einzelnen Schritte in einfache, praktische Bahnen lenken, damit Sie selbstbewusst Ihren idealen Mobilitätsbegleiter auswählen können.
Rollstühle sind keine Einheitsgrößen-T-Shirts: Achten Sie vor der Auswahl auf Ihre Körperform.
Viele denken, ein Rollstuhl sei einfach nur ein „Stuhl auf Rädern“, doch die richtige Passform ist viel wichtiger als die Wahl der perfekten Jeans. Ein unpassender Rollstuhl kann schon nach kurzer Zeit Rückenschmerzen verursachen oder – schlimmer noch – mit der Zeit zu starken Hautreizungen führen. Stellen Sie sich vor, Sie tragen Schuhe, die zwei Nummern zu klein sind: Vorübergehende Schmerzen können sich schnell zu größeren Problemen entwickeln. Damit Sie von Anfang an die richtige Größe finden, helfen wir Ihnen, die Verwirrung zu beseitigen. Drei einfache Maße sollten Sie dabei beachten:
Sitzbreite: Wenn das Gesäß auf dem Stuhl sitzt, sollte auf beiden Seiten ein Abstand von 2,5 cm (etwa zwei Finger breit) bleiben. Die Sitzbreite ergibt sich also aus dem Maß des Gesäßes plus 5 cm, wie in der folgenden Abbildung dargestellt: Sitzbreite = A + 5 cm.
Sitzhöhe: Der Abstand zwischen Sitzfläche und Boden sollte durch den Abstand zwischen Kniekehle und Boden bestimmt werden, wie in der Abbildung unten dargestellt: Sitzhöhe = C
Höhe der Rückenlehne: Stellen Sie sich das wie die Wahl zwischen Esszimmerstuhl, Bürostuhl und Relaxsessel vor. Hohe Rückenlehnen umschließen die Schultern und stützen so diejenigen, die dazu neigen, nach vorne zu sacken, wodurch sie länger bequem sitzen können.
Die Standard-Rückenlehnenhöhe ist der Abstand von der Sitzfläche bis zum unteren Rand des Schulterblatts des Benutzers, wie in der folgenden Abbildung dargestellt: Standard-Rückenlehnenhöhe = E
Die Höhe der hohen Rückenlehne entspricht dem Abstand von der Sitzfläche zum Schulterdach des Benutzers, wie in der folgenden Abbildung dargestellt: Höhe der hohen Rückenlehne = F
Höhe der Armlehne: Wenn der Oberarm natürlich hängt und das Ellbogengelenk einen 90°-Winkel bildet, messen Sie den Abstand von der Unterkante des Ellbogens (der sogenannten Adlerschnabelspitze) bis zur Sitzfläche und addieren Sie 2,5 cm. Dies ist die Höhe der Armlehne bei natürlich hängendem Arm, wie in der Abbildung unten dargestellt: Höhe der Armlehne = 1 + 2,5 cm
Welcher Rollstuhl ist die richtige Wahl: manuell oder elektrisch?
1. Welcher Rollstuhl ist der richtige: manuell oder elektrisch?
- Geeignet für Kurzzeitnutzer mit starker Armkraft
- Die faltbare Version ist ein „Transformer“ und lässt sich problemlos im Kofferraum oder Gepäckfach eines Flugzeugs verstauen.
- Fortgeschrittene Techniken: Lernen Sie, das Vorderrad anzuheben, um die Schwelle zu überwinden, und werden Sie in Sekundenschnelle zum Experten für das Driften mit dem Rollstuhl.
2. Elektrischer Rollstuhl (Luxusausführung)
- Geeignet für Menschen mit Einschränkungen der oberen Extremitäten, einfacher zu bedienen als ein Spielzeugauto.
- Die Reichweite ist entscheidend, die Akkukapazität sollte mindestens 15 Kilometer betragen.
- Achten Sie auf die Steigfähigkeit (8° oder mehr werden empfohlen), sonst wird es peinlich, wenn Sie auf der Überführung auf eine Steigung stoßen.
3. Spezialrollstuhl (exklusiv für High-End-Kunden)
- Sportlich: Niedriger Schwerpunkt, leicht umzukippen, beliebt bei Rennfahrern
- Stehende Position: Eine technologische Innovation, die Sie mit einem Klick in eine neue Position „verwandeln“ kann, um Osteoporose vorzubeugen.
- Intelligentes Modell: mit GPS zur Verlustvermeidung, höhenverstellbarem Sitz, Hightech
Bei der Auswahl eines Rollstuhls sollten Sie sich nicht von der Falle des „neuesten und besten“ verleiten lassen.
Stellen Sie sich das wie die Suche nach einer Brille vor – was für andere gut funktioniert, kann Ihre Augen belasten. Das teuerste oder funktionsreichste Modell ist nicht immer die beste Wahl. Suchen Sie stattdessen einen Spezialisten auf (z. B. einen Ergotherapeuten), der Ihre täglichen Abläufe, Ihre Körperproportionen und Ihre Komfortbedürfnisse beurteilen kann. Er hilft Ihnen, die Auswahl einzugrenzen, genau wie ein Schneider einen Anzug an Ihre Figur anpasst. Ein gut angepasster Rollstuhl sollte sich wie eine natürliche Verlängerung Ihres Körpers anfühlen, nicht wie ein schickes Gerät, an das Sie sich erst gewöhnen müssen.
Veröffentlichungsdatum: 28. April 2025





