Gesundheitsschutz im Alter: Die gesundheitlichen Risiken des langen Sitzens im Rollstuhl für ältere Menschen bewältigen

Rollstühle sind für viele ältere Menschen ein wichtiger Begleiter, um mobil zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ein Leben im Rollstuhl birgt jedoch gesundheitliche Risiken, die nicht ignoriert werden dürfen. Komplikationen wie Hautgeschwüre, Muskelschwund, Herz-Lungen-Schwäche und Gelenksteife beeinträchtigen oft unbemerkt die Lebensqualität älterer Menschen. Langes Leben im Rollstuhl ist zu einem schleichenden Kampf um die Gesundheit älterer Menschen geworden, und wissenschaftliche Prävention ist der Schlüssel zum Erfolg.

Rollstuhl

 

一.Vier „unsichtbare Killer“ des langfristigen Sitzens im Rollstuhl

1. Druckgeschwüre (Dekubitus): der stille Zerstörer

RisikopunkteLangfristiger Druck auf knöcherne Vorsprünge wie Gesäß, Sitzbeinhöcker, Steißbein, Wirbelsäule und Fersen kann zu einer schweren Behinderung der lokalen Blutversorgung führen.

GrundDünne Haut, mangelnde Elastizität, verminderte Nährstoffversorgung, getrübte Wahrnehmung und Feuchtigkeit (Inkontinenz oder Schwitzen).

KonsequenzenVon Hautrötungen und Blasenbildung bis hin zu tiefen Gewebsgeschwüren, Nekrosen und Infektionen ist die Behandlung schwierig und die Schmerzen sind enorm.

2. Muskelatrophie und Muskelschwäche: Kraftverlust

RisikopunkteLangfristiger Mangel an Belastung und Aktivität der Bein- und Rumpfmuskulatur.

GrundHäufiger Gebrauch fördert die Entwicklung, seltener Gebrauch führt zu einer allmählichen Verschlechterung.

Konsequenzen: Schwierigere Transfers, erhöhtes Sturzrisiko, verringerte Sitzstabilität, reduzierter Stoffwechsel.

3. Durchblutungsstörungen und Venenthrombose: potenzielle Gefahren

Risikopunkte: Untere Extremitäten (insbesondere die tiefen Venen in den Waden).

GrundDie Kontraktionsfähigkeit der Beinmuskulatur nimmt ab (Muskelpumpenversagen), der Blutfluss verlangsamt sich; bei älteren Menschen geht dies häufig mit einer verminderten Gefäßelastizität einher.

KonsequenzenHohes Risiko einer tiefen Venenthrombose, die bei Ablösung zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen kann; Ödeme und Schmerzen in den Füßen.

4. Gelenkkontrakturen und -steifheit: Verlust der Flexibilität

RisikopunkteHüft-, Knie- und Sprunggelenke befinden sich lange in Beugestellung; Schulter- und Ellbogengelenke haben eine eingeschränkte Beweglichkeit.

GrundUngleichgewicht im Muskeltonus und mangelnde Gelenkbeweglichkeit.

Konsequenzen: Eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, Schmerzen, verminderter Komfort und deformierte Sitzhaltung.

Ja.Umfassende Präventionsstrategie: Aufbau mehrerer Verteidigungslinien im Gesundheitswesen

1. Hautschutz: Vermeiden Sie Druckstellen.

Regelmäßige Stressbewältigung ist der Schlüssel:

Frequenz: Führen Sie alle 15-30 Minuten kleine „Hüfthebungen“ durch (Anheben des Körpers für 1-2 Sekunden mithilfe der Handläufe); alle 1-2 Stunden ist die Hilfe anderer Personen erforderlich, um den Transfer oder die Änderung der Sitzposition (z. B. Vor- oder Seitwärtslehnen ≥ 30°) vollständig zu unterstützen.

BetriebSie können ein dreieckiges Kissen oder ein kleines Kissen auf den Rücken legen, um eine Körperpositionsänderung zu erreichen (abwechselnd links und rechts).

Verwenden Sie ein professionelles Druckentlastungskissen:

Empfohlene TypenEs kommen abwechselnd aufblasbare Luftkissen, individuell an die Körperform angepasste Schaumstoffkissen mit hoher Dichte und Gel-/Flüssigkeitskissen zum Einsatz. Lassen Sie sich von einem Rehabilitationsspezialisten beraten, um das passende Modell auszuwählen.

VermeidenHerkömmliche Sitzkissen (wie z. B. ringförmige Luftkissen) drücken auf das umliegende Gewebe und können zu Geschwüren führen.

Tägliche Hauttests und -pflege:

Sichtprüfung + Tastprüfung: Untersuchen Sie morgens und abends die Knochenvorsprünge (insbesondere das Steißbein und die Hüften), um festzustellen, ob es Bereiche mit anhaltender Rötung gibt.

Hygienepflege: Nach der Reinigung die Haut gründlich abtrocknen, dabei besonders auf Falten achten. Eine milde Feuchtigkeitscreme verwenden, um Trockenheit vorzubeugen.

Kleidungswahl: Die Unterwäsche sollte aus reiner Baumwolle bestehen, um zu vermeiden, dass Nähte an empfindlichen Stellen reiben.

2. Vitalitätswächter: Kampf gegen Muskelatrophie

Übungsprogramm für Rollstuhlfahrer:

Schulterkreisen: Langsamer vorwärts und rückwärts in großen Kreisen, um die Flexibilität des oberen Rückens zu verbessern.

KniehebenSetzen Sie sich aufrecht hin und heben Sie abwechselnd Ihre Knie an (ähneln Sie dabei das Marschieren auf der Stelle), um die Muskulatur Ihrer unteren Extremitäten zu stärken.

Training mit elastischen BändernHalten Sie das Gummiband mit beiden Händen, um Widerstandsübungen durchzuführen, z. B. Vorwärts- und Rückwärtsdrücken der oberen Extremitäten (3 Mal pro Woche).

Gleichgewichtsübung im SitzenUnter sicherer Aufsicht versuchen Sie, das Gleichgewicht im Sitzen für kurze Zeit (beginnend mit 5 Sekunden) zu halten.

Stehen Sie regelmäßig aus Ihrem Rollstuhl auf:

Täglich kurze Strecken mit einem Rollator oder einer Orthese gehen, je nach körperlichem Zustand (wenn möglich).

Führen Sie passive Gelenkbewegungsübungen am Krankenbett durch (die Pflegeperson unterstützt bei der Beugung von Knie und Sprunggelenk). Wiederholen Sie die wichtigsten Bewegungen 10-15 Mal täglich.

Unterstützung beim Stehgerät:

Nach ärztlicher Untersuchung kann ein Rollstuhl-Steh-Umbaugerät ausprobiert werden (1-2 Mal täglich, jeweils 10-20 Minuten), um die Knochenmasse und die Durchblutung zu fördern.

3. Durchblutungsbeschleuniger: Vorbeugung von Blutgerinnseln

Aktive/passive Bewegungen der unteren Extremitäten:

Fuß-„Beschleuniger“-FunktionDurch abwechselndes Krümmen der Zehen (Dorsalflexion) und Drücken nach unten (Plantarflexion) werden die Wadenmuskeln zur Kontraktion angeregt.

Beinhebung: Lagern Sie Ihre Beine regelmäßig hoch (über Herzhöhe) auf einer Beinstütze, um Schwellungen zu lindern.

FamilienhilfePassive Massage beider Unterschenkel (sanft von unten nach oben zu den Oberschenkeln massieren).

Tragen von medizinischen elastischen Strümpfen:

Wichtigste Vorteile: Der Gradientendruck (am höchsten am Knöchel) verbessert den venösen Rückfluss.

Anleitung zur Verwendung: Morgens vor dem Aufstehen anziehen und abends vor dem Schlafengehen ausziehen (muss an die tatsächliche Größe angepasst werden).

Rehydrieren + auf Symptome achten:

Achten Sie darauf, täglich ausreichend Wasser zu trinken (mehr als 1500 ml), um einer Austrocknung und damit einer Blutverdickung vorzubeugen.

Achten Sie auf Symptome wie Wadenschmerzen, Rötung, Schwellung und Fieber und lassen Sie sich rechtzeitig untersuchen, um das Risiko einer Venenthrombose auszuschließen.

4. Der Kampf um Flexibilität: Erhalt der Gelenkfunktion

Anpassung der Rollstuhlhaltung:

Die Höhe der Fußstütze ist angemessen (die Oberschenkel können flach abgelegt werden, ohne in der Luft zu hängen).

Das Rückenkissen hält die Wirbelsäule in einer neutralen Position und verhindert ein Zusammensacken beim Sitzen.

Die Ellbogen können in einem natürlichen 90°-Winkel gebeugt und auf den Armlehnen platziert werden.

Ganzkörper-Gelenkbewegungsübungen:

Führen Sie die Übung zweimal täglich, morgens und abends, durch und beziehen Sie dabei Nacken, Schultern, Ellbogen, Handgelenke, Finger, Hüften, Knie und Sprunggelenke mit ein (aktiv/unterstützt).

Besonderes Augenmerk sollte auf die Kräftigung der Sprunggelenksrotation (um einer Fußheberschwäche vorzubeugen) und auf das Schulterhebungstraining (um einer Schultersteife vorzubeugen) gelegt werden.

Dehnübungen:

Dehnen Sie die Muskeln, die zu Kontrakturen neigen (wie die Rückseite des Oberschenkels und die Rückseite der Wade), vorsichtig 15-30 Sekunden lang (unter Anleitung eines Fachmanns).

三.Vier Säulen, die das Fundament einer umfassenden Gesundheit bilden

1. Professionelle Teamzusammenarbeit:

Ein kollaboratives Modell von Rehabilitationsärzten, Physiotherapeuten, Pflegekräften und Betreuern etablieren.

Systematische Funktionsprüfung (Muskelkraft, Bewegungsumfang, Mobilität) alle sechs Monate.

2. Individueller Pflegeplan:

Der Plan sollte dynamisch an die Mobilität, die Grunderkrankungen und den Ernährungszustand der älteren Menschen angepasst werden (z. B. muss bei Diabetikern die Dekubitusprophylaxe verstärkt werden).

Pflegekräfte benötigen eine standardisierte Schulung (korrekte Bewegung von Patienten, Verwendung von Hilfsmitteln).

3. Ernährungsprogramm:

Protein ist der Kern: Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Milchprodukten, Fisch, Fleisch, Bohnen und Eiern (berechnet mit 1,2-1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht).

Wichtige VitaminkombinationVitamin C (beschleunigt die Wundheilung), Vitamin D + Kalzium (schützt die Knochen), Zink (erhöht die Hautwiderstandskraft).

Wassermanagement: Bestimmen Sie die Menge an Wasser, die Sie trinken, gemäß den Anweisungen Ihres Arztes (insbesondere diejenigen mit einer eingeschränkten Herz- und Nierenfunktion, die ihre Wasseraufnahme begrenzen müssen).

4. Psychologisches Unterstützungsnetzwerk:

Die aktive Teilnahme an moderaten gemeinschaftlichen/sozialen Aktivitäten (Eggchess, Gartenarbeit) wird gefördert.

Entwicklung interaktiver Spiele/Unterhaltungsprogramme, die für Rollstuhlfahrer zugänglich sind, um den kognitiven Abbau zu verlangsamen.

Achten Sie auf Anzeichen einer Depression (wie Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit und Anorexie, die zwei Wochen anhalten) und leisten Sie rechtzeitig psychologische Hilfe.

 


Veröffentlichungsdatum: 22. Juli 2025