Rehabilitation zu Hause: Wie wählt und verwendet man einen Sauerstoffkonzentrator/ein Langzeitpflegebett richtig?

Mit dem Fortschritt der Medizintechnik und dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung finden immer mehr Rehabilitationshilfsmittel Einzug in Privathaushalte und werden zu wichtigen Bestandteilen der häuslichen Rehabilitation. Sauerstoffkonzentratoren und Pflegebetten (wie z. B. elektrische Betten) gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, da sie die Lebensqualität der Nutzer deutlich verbessern und die Belastung für pflegende Angehörige reduzieren. Angesichts der Vielzahl an Produkten auf dem Markt stellt sich jedoch die Frage: Wie wählt man das Gerät aus, das den eigenen Bedürfnissen oder denen der Familie wirklich entspricht? Und wie kann man es sicher und effektiv anwenden?

Heimrehabilitation

Sauerstoffkonzentrator: Schutz der Atemwegsgesundheit

Sauerstoffkonzentratoren trennen den Sauerstoff physikalisch von der Luft und versorgen Patienten, die eine Sauerstofftherapie benötigen, mit hochkonzentriertem Sauerstoff. Sie werden häufig in der häuslichen Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Cor pulmonale, Schlafapnoe-Syndrom usw. eingesetzt.

Wichtige Kaufkriterien:

  • Klären Sie Ihre Bedürfnisse und befolgen Sie den Rat Ihres Arztes:Dies ist der wichtigste Schritt! Kaufen Sie das Sauerstoffgerät erst, nachdem Ihr Arzt eine eindeutige Diagnose gestellt und eine Sauerstofftherapie verordnet hat. Der Arzt wird anhand des Zustands des Patienten, der Sauerstoffsättigung im Blut, der Belastbarkeit usw. festlegen, ob eine Sauerstofftherapie notwendig ist, welchen Sauerstofffluss (z. B. l/min, 3 l/min, 5 l/min usw.) benötigt wird und wie lange die tägliche Sauerstoffinhalation dauern soll (z. B. kontinuierlich, intermittierend, nachts usw.). Klären Sie diese Parameter unbedingt vor dem Kauf.
  • Unterscheiden Sie zwischen Gesundheitsversorgung und medizinischer Nutzung:Auf dem Markt sind Sauerstoffkonzentratoren für den medizinischen Bereich und solche für den medizinischen Gebrauch erhältlich. Sauerstoffkonzentratoren für den medizinischen Bereich weisen üblicherweise eine geringe Sauerstoffflussrate (in der Regel maximal 1 l/min) und eine instabile Konzentration (unter 90 %) auf und eignen sich für den vorübergehenden Einsatz durch Reisende in Hochgebirgsregionen oder bei leichter Hypoxie. Für Patienten, die eine Sauerstofftherapie benötigen, ist ein Sauerstoffkonzentrator in medizinischer Qualität erforderlich. Dessen Sauerstoffkonzentration muss stabil bei 93 % ± 3 % liegen und die vom Arzt verordnete Flussrate (z. B. 5 l/min) gewährleisten.
  • Fokus auf die Kernparameter:

Durchflussbereich: Stellen Sie sicher, dass das Gerät den vom Arzt verordneten Durchfluss liefern kann und über eine gewisse Reserve verfügt (wenn beispielsweise 3 l/min verordnet werden, kann ein Modell mit einem maximalen Durchfluss von 5 l/min ausgewählt werden).

Sauerstoffkonzentration: Die Sauerstoffkonzentration in medizinischer Qualität muss bei nominaler Durchflussrate ≥90 % (üblicherweise 93 % ± 3 %) betragen.

Geräuschpegel: Der Geräuschpegel ist ein wichtiger Faktor, der das Nutzererlebnis beeinflusst, insbesondere nachts. Es empfiehlt sich, ein Produkt mit einem Geräuschpegel unter 45 Dezibel (dB) zu wählen. Überprüfen Sie den Geräuschpegel bei verschiedenen Durchflussraten.

Verneblerfunktion: Wenn der Patient eine Inhalationstherapie mit einem Vernebler benötigt, kann ein Sauerstoffkonzentrator mit Verneblerfunktion zwei Zwecke in einem Gerät erfüllen.

Zeitschaltfunktion: Für Patienten, die eine zeitgesteuerte Sauerstoffinhalation benötigen, ist die zeitgesteuerte Ein- und Ausschaltfunktion sehr praktisch.

Alarmfunktion: Sicherheitsfunktionen wie Alarm bei niedriger Sauerstoffkonzentration und Stromausfallalarm sind unerlässlich.

  • Berücksichtigen Sie Benutzerfreundlichkeit und Wartungsaufwand:

Bedienoberfläche: Sie ist übersichtlich und einfach gestaltet und daher besonders für ältere Menschen leicht zu bedienen.

Volumen und Gewicht: Achten Sie auf die Transport- und Lagermöglichkeiten. Wenn Sie das Gerät häufig bewegen müssen, sollten Sie Modelle mit Rollen oder tragbare Modelle in Betracht ziehen.

Kosten für Verbrauchsmaterialien: Machen Sie sich mit dem Austauschzyklus und dem Preis von Verbrauchsmaterialien wie Sauerstoffschläuchen, Befeuchtungsflaschen und Filterwatte vertraut.

Kundendienst: Wählen Sie eine Marke mit gutem Ruf, einem flächendeckenden Kundendienstnetz und schneller Reaktionszeit.

  • Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Halten Sie sich unbedingt an die Anweisungen des Arztes: Atmen Sie den Sauerstoff entsprechend der vom Arzt vorgegebenen Flussrate und Zeit ein und nehmen Sie keine eigenen Anpassungen vor.

Korrekter Anschluss: Stellen Sie sicher, dass der Sauerstoffschlauch fest angeschlossen ist und die Befeuchterflasche bis zur angegebenen Markierung mit destilliertem oder gereinigtem Wasser gefüllt ist (falls zutreffend).

Sicherer Umgang mit Sauerstoff: Feuerwerkskörper, offenes Feuer sowie brennbare und explosive Stoffe sind im Umkreis von 1 Meter um den Sauerstoffkonzentrator strengstens verboten! Sorgen Sie für gute Belüftung im Bereich um das Gerät.

Regelmäßige Reinigung und Desinfektion: Befolgen Sie die Anweisungen zur Reinigung der Befeuchtungsflasche, des Sauerstoffschlauchs (es wird empfohlen, diesen regelmäßig auszutauschen) und der Filterwatte genau, um Bakterienwachstum zu verhindern.

Regelmäßige Wartung: Verbrauchsmaterialien gemäß den Anweisungen austauschen und regelmäßig den Hersteller oder Fachleute zur Wartung kontaktieren.

Langzeitpflegebetten: Verbesserung des Komforts und Reduzierung der Pflegebelastung

Pflegebetten, insbesondere elektrische Betten, ermöglichen die elektrische Verstellung von Rücken- und Fußteil, um Nutzern das Aufstehen, Anwinkeln der Beine, Hinsetzen, Umdrehen und andere Bewegungen zu erleichtern. Dies verbessert den Komfort und die Würde bettlägeriger Menschen erheblich. Gleichzeitig wird die körperliche Belastung des Pflegepersonals deutlich reduziert und das Risiko von Druckgeschwüren und Stürzen aus dem Bett verringert.

Kaufstellen:

  • Nutzerbedürfnisse ermitteln

Selbstversorgungsfähigkeit: Kann sich der Benutzer teilweise selbst versorgen? Ist er vollständig auf die Hilfe anderer angewiesen? Dies bestimmt die funktionalen Anforderungen an das Bett (z. B. ob es elektrisch betrieben werden muss und welche Funktionen erforderlich sind).

Körperliche Voraussetzungen: Größe und Gewicht (bestimmen die Größe und Belastbarkeit des Bettes), wichtigste medizinische Bedingungen (z. B. ob ein Risiko für Druckgeschwüre besteht, ob spezielle Körperpositionen erforderlich sind usw.).

Situation der Pflegeperson: Körperliche Kraft und Alter der Pflegeperson sowie die Frage, ob die Belastung durch Umdrehen, Aufstehen usw. verringert werden muss.

  • Auswahl der Kernfunktionen

Rückenlehnenlift: Die grundlegendste und wichtigste Funktion, die dem Benutzer hilft, sich aus der flachen Liegeposition aufzusetzen, was zum Essen, Lesen, Kommunizieren usw. praktisch ist. Je größer der Winkelbereich, desto besser (normalerweise 0-70° oder mehr).

Beinlift: Fördert die Durchblutung der Beine, lindert Ödeme und verbessert den Komfort.

Gesamter Vorteil: Es erleichtert dem Pflegepersonal die Durchführung von Pflegetätigkeiten (wie das Wechseln der Bettwäsche, Waschen) und schont die Taille des Pflegepersonals; es erleichtert auch dem Benutzer das Ein- und Aussteigen aus dem Bett.

Drehung nach links und rechts: Für Benutzer, die sich nicht selbstständig drehen können, beugt diese Funktion Druckgeschwüren wirksam vor und ist ein wichtiges Merkmal hochwertiger Pflegebetten.

Bettausstiegsalarm: Für Benutzer, die ein Risiko haben, aus dem Bett zu fallen (z. B. ältere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen), kann diese Funktion die Pflegekräfte rechtzeitig daran erinnern.

Design der Toilettenöffnung: Praktisch für den Toilettengang im Bett.

  • Bett und Matratze

Größe und Belastbarkeit: Wählen Sie die passende Bettbreite (üblicherweise 90 cm, 100 cm) und -länge entsprechend der Körperform des Benutzers und stellen Sie sicher, dass die Belastbarkeit ausreichend ist.

Matratzenwahl: Für Pflegebetten werden in der Regel spezielle Matratzen benötigt (z. B. Schaumstoff-, Federkern-, Latex- oder professionelle Anti-Dekubitus-Luftmatratzen). Besonders wichtig ist die Wahl einer stützenden, atmungsaktiven und leicht zu reinigenden Matratze, insbesondere für Patienten mit erhöhtem Dekubitusrisiko.

  • Sicherheit und Kontrolle

Motor und Konstruktion: Der Motor sollte ruhig und geräuscharm laufen; die Bettkonstruktion sollte stabil und wackelfrei sein. Achten Sie auf Sicherheitszertifizierungen (z. B. CE, ISO 13485 usw.).

Steuerungsmethode: Am gebräuchlichsten ist die kabelgebundene Fernbedienung. Der Standort sollte für Benutzer und Pflegekräfte gut erreichbar sein. Einige hochwertige Bettmodelle unterstützen auch drahtlose Fernbedienung oder App-Steuerung.


Veröffentlichungsdatum: 11. Juli 2025